2022

Neuer Vorstand LAG

Frauenhausmitarbeiterin ist neues Vorstandsmitglied bei der LAG autonome Frauenhäuser NRW

Die LAG der autonomen Frauenhäuser NRW begrüßt zwei neue Mitglieder im Vorstand. Frau Angela Alper aus dem autonomen Frauenhaus Rheydt (rechts im Bild) und Frau Suna Tanis Frauenhaus aus dem Frauenhaus in Oberhausen.

2022

Frauenberatungsstelle International

Die „Landingpage“ ist das Resultat einer Idee des letzten Jahres: „Es wäre doch hilfreich, wenn Frauen ohne oder mit wenig Deutschkenntnissen die wichtigsten Informationen zur Frauenberatungsstelle in ihrer Sprache selbst in Erfahrung bringen könnten. Der Zugang zur Beratungsstelle und zu Hilfsmöglichkeiten könnte dadurch vereinfacht werden.“ Gesagt, getan! In 16 verschiedenen Sprachen sind die wichtigsten Informationen zur Frauenberatungsstelle, wie auch zu Hilfsmöglichkeiten in akuten Situationen zu finden. In einem Kontaktformular können uns Frauen in „ihrer“ Sprache anschreiben, wir übersetzen die Nachricht und können entsprechend handeln. Die Landingpage ist separat aufrufbar, wie auch eingebettet in unserer Homepage. Die eigenständige Adresse lautet: www.fhf-ob.de/international

2022

Neues Design

Auf der Suche nach einem neuen Logo sind wir auf die Arbeiten einer indischen Gestalterin gestoßen, die sich für Frauenrechte und feministische Inhalte einsetzt. Die Linien des Logos sind für das Frauenhaus, die Frauenberatungsstelle und den Verein Frauen helfen Frauen Oberhausen e.V. gleich, die Farben machen den Unterschied.

Das Frauenhaus wird zukünftig mit der linken grün hinterlegten Seite nach außen wirken. Die Frauenberatungsstelle nutzt die rechte orange hinterlegte Seite.

Der Verein Frauen helfen Frauen Oberhausen vereint unsere Logos und komplettiert diese durch die Farbe pink in der Mitte.

2021

Zuwachs in der Frauenberatungsstelle

Die Fraktionen des Stadtrates haben im Februar einen Antrag der Frauenberatungsstelle auf eine zunächst befristete Erhöhung des Etats, u.a. zur Finanzierung einer weiteren Vollzeitstelle unterstützt und diesen (mit Ausnahme der AFD) einstimmig beschlossen. Ausschlaggebend hierfür war, dass die Zahlen der Beratungsanfragen im Jahr 2020 im Vergleich zu den Vorjahren um 40% gestiegen sind.

Im Rahmen des Etats ist auch eine Verstetigung von Dolmetscherkosten bewilligt worden. So kann die Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund gestärkt und ausgeweitet werden.

Das Team der Frauenberatungsstelle freut sich, dass so ein seit Langem großes und wichtiges Anliegen umgesetzt wurde.

2020

Abschied von Andrea Birkenstock

Am 31.12.2020 haben wir unsere Kollegin und Leitung der Frauenberatungsstelle, Andrea Birkenstock, in einer kleinen Feier (coronabedingt) verabschiedet. 38 Jahre lang hat sie für den Trägerverein Frauen helfen Frauen gearbeitet. Als Diplompädagogin, Gestalttherapeutin, Fachberaterin für Psychotraumatologie und mit einer Ausbildung in Achtsamkeit hat sie viele Frauen und Mädchen umfassend und fachlich kompetent beraten und therapiert.

Schon während ihres Studiums machte sie ein Praktikum im Frauenhaus, wurde Mitglied im Verein und begann ihre Berufslaufbahn im Frauenhaus. Am 15.12.1985 begann sie ihre Tätigkeit als Leiterin der Frauenberatungsstelle und hat diese aufgebaut, geprägt und permanent mit Hilfe der Kolleginnen weiterentwickelt. Gleichzeitig setzte sie sich für politischen Belange von Frauen ein, engagierte sich in diversen Arbeitskreisen auf städtischer und landesweiter Ebene.

Neben ihrem langen Atem, die Frauenberatungsstelle finanziell abzusichern, zeichnete sie sich durch Hartnäckigkeit, Ausdauer und Kreativität in der Umsetzung ihrer Vorhaben aus. Wir schätzen Andrea für ihre disziplinierte, unterstützende und warmherzige Art und danken ihr für Ihren unermüdlichen Einsatz, mit dem sie sich für Frauen und Mädchen stark gemacht hat.

Wir werden Andrea vermissen: Für ihre klare Art, ihren Mut ungewöhnliche Wege zu gehen und ihren Humor, sowie Power.

2020

Abschied aus dem Ehrenamt

Gabriele Förster verabschiedet sich von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Wir danken unserer Gabi für ihr großes Engagement für unseren Verein und erinnern an dieser Stelle daran, dass der Verein und die Projekte Frauenhaus und Frauenberatungsstelle ohne den besonderen Einsatz von solch engagierten Frauen nicht in dieser Form möglich wären. Für ihren unermüdlichen Einsatz für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder bekam Gabriele Förster 2015 vom damaligen Bürgermeister Klaus Wehling die Ehrennadel der Stadt Oberhausen angesteckt. Wir wünschen Gabriele für die Zukunft Gesundheit und alles erdenklich Gute.

2020

Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie stand unser Verein vor vielen, noch nie dagewesenen Herausforderungen. Vieles konzentrierte sich zunächst darauf, eine bedarfsgerechte Versorgung der Frauen und ihrer Kinder sicherzustellen. Während des ersten Lockdowns trafen wir uns mit Vertreter*innen der Stadt, um gemeinsam Lösungen für erhöhte Anfragen zu finden. Unser Dank gilt Britta Costecki (Gleichstellungsbeauftragte) und den Oberhausener Bürger*innen für ihre zahlreichen Angebote und großzügigen Spenden. Die Befürchtung eines Ansturms auf die Frauenhausplätze während der LockdownPhase bestätigte sich nicht. Doch konnte ein signifikanter Anstieg der Anfragen an die Frauenberatungsstelle registriert werden. Besonderes Augenmerk galt während der gesamten Zeit der Öffentlichkeitsarbeit, die betroffenen Frauen einen schnellen Zugang zum Frauenhaus oder Frauenberatungsstelle und zu den wichtigsten telefonisch sowie online erreichbaren Hilfsangeboten ermöglichen sollte. Leider machte das Corona-Virus vor den Türen des Frauenhauses nicht halt. Mit Unterstützung des Gesundheitsamtes und des Roten Kreuzes konnten wir die Frauen und Kinder rundum versorgen und ihnen während der häuslichen Quarantäne eine Stütze sein. Auch die Frauenberatungsstelle musste mit einigen Hürden kämpfen, da Beratung während des ersten Lockdowns nur beschränkt in Präsenz möglich war. Deshalb wurde, je nach Corona-Vorgabe, vermehrt telefonische Beratung angeboten, sowie Anfang 2021 die Online-Beratung (Mail- und Chatberatung) eingeführt. Nach bisherigen Hochschätzungen wird sich die Klientinnen-Anzahl dieses Jahr im Vergleich zum letzten Jahr erneut um ca. 12% erhöhen. Dies verdeutlicht einen anhaltend hohen Beratungsbedarf. Themenschwerpunkte sind weiterhin die häusliche und psychische Gewalt, wie auch Trennung, Scheidung und Beziehungsprobleme.

2020

Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten

Nach langer Vorbereitung konnte 2020 das Projekt der Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftat in Oberhausen als wichtiger Baustein in der Versorgung von Betroffenen von sexualisierter Gewalt an den Start gehen. Seit 2019 wurde eine Kooperation zwischen der Gleichstellungsstelle Oberhausen, dem evangelischen Krankenhaus, der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Frauenberatungsstelle Oberhausen für die Implementierung von ASS aufgebaut.

Standort für Untersuchung, Befunddokumentation und Spurensicherung ist die Klinik für Frauenheilkunde des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen. Eine zeitnahe psychosoziale Beratung und Unterstützung der Frauen wird durch die Frauenberatungsstelle in Oberhausen geleistet.

2020

35 Jahre Frauenberatungsstelle Oberhausen

Die Frauenberatungsstelle Oberhausen feiert 2020 ihren 35. Geburtstag. Im Januar 1985 begann die Arbeit der Frauenberatungsstelle in Oberhausen. Frauen damals wie heute benötigen dringend einen Ort, an dem sie ernst genommen und gestärkt werden, um Entscheidungen treffen und Veränderungen ihrer Lebenssituation gestalten zu können.

Vieles, was in der zweiten Welle der Frauenbewegung erreicht wurde, das Recht auf Selbstbestimmung, Abschaffung des §218, das reformierte Ehe- und Scheidungsrecht und das Gesetz der Gleichbehandlung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz, wird heute als Selbstverständlichkeit angesehen. Doch jede Frau wird bestätigen, dass ein Einsatz für Gleichberechtigung im Privat- und Arbeitsleben weiterhin notwendig ist. Sei es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, geschlechtergerechte Bezahlung, die Aufteilung der meist unbezahlten Care Arbeit, #metoo, Antirassismus und viele andere Themen, die aktuell diskutiert und von Mädchen und Frauen erlebt werden.

2019

Jubiläumsfeier – 40 Jahre autonomes Frauenhaus Oberhausen

Das Frauenhaus in Oberhausen wurde in diesem Jahr 40 Jahre alt. In den letzten Jahren gab es kaum einen Tag, an dem das autonome Frauenhaus nicht voll belegt war. Und der Zustrom von Frauen, die hier für sich und ihre Kinder Schutz suchen, ist ungebrochen. Es gehört zum traurigen Alltag, dass immer wieder Frauen abgewiesen werden müssen. Das ist nicht nur in Oberhausen so, sondern in fast allen Frauenhäusern.

Mit Blick auf die 40 Jahre seit Gründung des autonomen Frauenhauses haben sich auch die Aufgaben verändert. Es gibt vielschichtige Problemlagen bei den Bewohnerinnen, der Aufwand ist viel höher geworden – bedingt zum Beispiel durch Sprachprobleme oder die Nutzung von neuen Medien. Diese und ähnliche Fragen beschäftigen das Team im Frauenhaus und es kommen täglich neue Herausforderungen hinzu. 
 
Obwohl sich das autonome Frauenhaus – wie auch die vielen Frauenhäuser bundesweit – seit Jahren für die Belange und besonders für den Schutz und die Sicherheit seiner Bewohnerinnen und deren Kinder einsetzt, ist die Finanzierung der Frauenhäuser nicht gesetzlich festgeschrieben. Für die Politik ist es kein Grund, Frauenhäuser ohne bürokratischen Aufwand bedarfsgerecht zu finanzieren, obwohl jeden Tag ein Mann versucht in Deutschland seine Partnerin zu töten und dies an jedem zweiten Tag gelingt. Tragisch, dass selbst in Oberhausen zwei Bewohnerinnen des autonomen Frauenhauses durch ihren Partner getötet wurden.

Natürlich gibt es inzwischen eine Reihe von Politiker*innen wie auch Parteien, Institutionen, Organisationen und Menschen, die das autonome Frauenhaus in Oberhausen unterstützen, sich für die Belange der Frauen und Kinder einsetzen, ihre Stimme erheben und vieles mit und für das Frauenhaus erreicht haben. Mit diesen Menschen hat das Frauenhaus am 11. Oktober 2019 im Zentrum Altenberg in Oberhausen gefeiert. Gefeiert, dass es einen Ort für schutzsuchende Frauen und ihre Kinder gibt, denn ohne diese Schutzeinrichtung würden viele Frauen weder den Mut zur Flucht ergreifen noch ein gewaltfreies Leben führen können.

Die Aktion »Jubiläum Frauenhaus – 40 Jahre gegen Gewalt an Frauen und Kindern« wird mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds im Rahmen des Förderprogramms »Soziale Stadt Oberhausen Brückenschlag« gefördert. Wir bedanken uns bei unseren Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns die Feier ermöglicht haben, die wir aus Datenschutzgründen nicht alle nennen können.

2019

Langjährige Kollegin und Leiterin des autonomen Frauenhauses Dorothee Schenke geht in den verdienten Ruhestand

Unsere langjährige Kollegin, Dorothee Schenke, ist nach 30 Jahren Frauenhausarbeit in Rente gegangen. Am 11. Oktober 2019 hat die Oberhausener Gleichstellungsbeauftragte Britta Costecki in ihrer Rede zu unserem Jubiläum, Folgendes gesagt: »… Dorothee Schenke möchte ich an dieser Stelle von Herzen danken. Doro, deine Seele und deine Kraft werden im Frauenhaus Oberhausen und darüber hinaus noch lange spürbar bleiben.«

Auch wir schließen uns diesen Worten an und wünschen unserer ehemaligen Kollegin, alles erdenklich Gute für die Zukunft.

2018

Deutschland ratifiziert EU-Istanbul Konvention

Die Istanbul-Konvention des Europarats ist ein internationale Abkommen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Sie definiert Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Menschenrechtsverletzung und als Zeichen der Ungleichstellung von Frauen und Männern. Seit Februar 2018 ist die Konvention in Deutschland geltendes Recht und gibt starke Impulse für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf allen staatlichen Ebenen.

Die Konvention hat das Ziel, Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, Gewalt gegen Frauen zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen, Diskriminierung von Frauen zu verhindern und die Rechte von Frauen zu stärken.

Um diese Ziele zu erreichen, muss ein ganzheitliches Konzept mit umfassenden politischen und rechtlichen Maßnahmen entwickelt werden. Koordinierungsstellen sollen sicherstellen, dass Maßnahmen aufeinander abgestimmt und nichtstaatliche Organisationen sowie die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Die Einrichtung dieser Stellen steht noch aus.

Die unterzeichnenden Staaten sichern zu, umfangreiche Maßnahmen zur Prävention und Sanktionierung von Gewalt und zum Gewaltschutz zu treffen. Eine unabhängige Monitoring-Stelle im jeweiligen Vertragsstaat prüft regelmäßig, wie wirksam die einzelnen Schritte sind. Diese Stelle muss in Deutschland noch aufgebaut werden.

(Quelle: Frauenhauskoordinierung)

2016

Verleihung der »Luise«
an Frauen helfen Frauen Oberhausen e. V. 

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in der Oberhausener SPD hat es sich zum Ziel gesetzt, vermehrt starke Frauen an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen und vergibt einmal im Jahr die »Luise« an Frauen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Die »Luise« wird seit 2013 verliehen. Die eigens für die Verleihung geschaffene weibliche Statue hat in Gedenken an die ehemalige SPD-Oberbürgermeisterin Frau Albertz ihren Vornamen erhalten.

Am 15. September 2016 hat die AsF Oberhausen die langjährige ehrenamtliche Arbeit von Christel Hegenberg aus Sterkrade-Nord ausgezeichnet. Die zweite Preisträgerin dieses Jahres ist keine Einzelperson, sondern unser Trägerverein! Den Preis nahm Frau Dagmar Vogel (Vorsitzende des Vereins, rechts im Bild) entgegen. 

2015

Ehrung unserer Vorstandsvorsitzenden Gabriele Förster

Am 9. Februar 2015 hat Oberbürgermeister Klaus Wehling (rechts im Bild) drei Ehrennadeln der Stadt Oberhausen vergeben. Eine davon ging an unsere Vorstandsvorsitzende Gabriele Förster (2. von links). Wir gratulieren und bedanken uns herzlich für die seit Jahren geleistete Arbeit!

6. März 2013

Start des Hilfetelefons

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich bundesweit zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher, barrierefrei und kostenlos beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen stehen hilfesuchenden Frauen vertraulich zur Seite und leiten sie bei Bedarf an die passenden Unterstützungsangebote vor Ort weiter.